Twitter: Berater sind immer im Dienst

Mo, Mai 25, 2009

Consulting

Twitter: Berater sind immer im Dienst

Gestern unterhielt ich mich mit einer Bekannten, die im Marketing eines namhaften deutschen Unternehmens arbeitet. Sie erzählte mir, dass gerade nach einer neuen PR-Agentur gesucht würde. Und dabei sei Twitter enorm hilfreich.

Wie bitte? Wieso denn das?

„Ganz einfach“, meinte meine Bekannte, „Business wird von Menschen gemacht. Deshalb habe ich mir natürlich nicht nur die Präsentationen und Angebote der fünf Agenturen genau angesehen, sondern im Internet auch nach dem jeweiligen Berater recherchiert – schließlich habe ich mit dem ja dann fast tagtäglich zu tun.“

Und das Ergebnis?

„Dabei entdeckte ich, dass mein eigentlich favorisierter Berater auf Twitter dauernd Banalitäten wie ‚Heute zu Mittag eine Tafel Schokolade gefuttert’ oder „Wieder ein Tag rum. Bald ist Freitag’, postet. Das hab ich dann gleich mal unserem Marketing-Vorstand geflüstert. Denn, mal ehrlich: Möchtest Du von jemandem beraten werden, dessen intellektuelles Niveau unterhalb der Grasnarbe liegt?“

Fazit: Im Internet gibt es kein „Nach Feierabend“ – vor allem Berater sind immer im Dienst. Denn der Kunde kauft eben nicht nur die Kompetenz, sondern den gesamten Menschen ein.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Barbara Schieche

Barbara Schieche - schrieb 49 Beiträge im Cirquent Blog.

Expertin für punktgenau formulierte Texte, vor allem Website-Texte.

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7 Responses to “Twitter: Berater sind immer im Dienst”

  1. Karolin Tabet
    Patrik Says:

    @barbara: upps, sorry! da habe ich wohl was in den falschen hals bekommen, barbara! entschuldige bitte!

    in einem aspekt gebe ich dir sicherlich recht. wer im namen einer firma twittert, sollte sich überlegen was er/sie schreibt. trotzdem sind ganz persönliche statusmeldungen das salz in der suppe und machen das ganze menschlicher. und das ist das, was uns in der geschäftswelt oft abgeht. im allgemeinen nimmt sich die branche viel zu ernst und uns fehlt der mut. hier sind uns die holländer und österreicher um längen vorraus.

    und um es auf den punkt zu bringen: jedem topf seinen deckel. will heissen, dass man sich durch die art und weise, wie man online kommuniziert auch eine bestimmte klientel abstösst, aber eben auch andere potentielle kunden anzieht. letztendlich läuft es doch immer auf das selbe heraus: unterhalten und unterhalten werden!

    in diesem sinne: ICH BIN HEUTE SUPER DRAUF UND FREU MICH AUF MEINE ARBEIT;)

  2. Karolin Tabet
  3. Karolin Tabet
    Meike Leopold Says:

    Dass auch oder gerade beim Twittern Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist, zeigt dieses aktuelle Beispiel aus dem Bundestag:

    http://www.basicthinking.de/blog/2009/05/26/peinliche-twitter-schlammschlacht-nach-der-bundespraesidentenwahl/

  4. Karolin Tabet
    Barbara Schieche Says:

    Ich möchte betonen: Es handelt sich bei meinem Blogeintrag wie fast immer um eine zwar maskierte, aber wahre Geschichte, und zwar aus dem Bereich der PR, und nicht der Werbung.

    Meine Kernbotschaft ist: Egal, wer oder was Twitter eigentlich ist, es geht um Online Reputation. Das heißt: Es gibt hier keine Trennung zwischen privat und geschäftlich. Denn mein fröhliches privates Gezwitscher können eben ALLE lesen, auch Kunden und Geschäftspartner. Und da, so meine Meinung, könnte es einem Berater schaden, wenn eine Online Reputation nicht die beste ist.

  5. Karolin Tabet
    Patrik Says:

    liebe barbara,
    denunzieren scheint ja zur zeit groß in mode zu sein. das was du da machst zeugt nicht gerade von stil. und von der art wie jemand twittert, beurteilen zu können wie jemand denkt noch viel weniger!

    bei twittern geht es NICHT nur darum der ganzen welt möglichst schlaue und wertvolle informationen mitzuteilen. follower sind nicht nur kunden, sondern bei vielen auch freunde und bekannte. wenn jemand wirklich was bedeutendes zu sagen hat soll er das auf einem b2b-blog machen.

    twittern ist eine art von online-voyourismus a lá facebook. es wird der momentane status “gezwitschtert“. nicht mehr, nicht weniger. meiner meinung nach wird twittern durch die fachmedien mal wieder instrumentalisiert und aus einer netten kleinen app gleich wieder das absolute marketing-allzweck-werkzeug gemacht.

    und um nochmal auf deinen favorisierten berater zurück zu kommen: MIR IST HEUTE MORGEN DER WASCHLAPPEN RUNTERGEFALLEN!!!

  6. Karolin Tabet
    Karsten Says:

    @Kurt-Walter Langer: Ich stimme Ihnen zu. Allerdings machte es mich auch nachdenklich, dass es offenbar Menschen gibt, für die das Essen einer Tafel Schokolade ein derart einschneidendes Erlebnis darstellt, dass dies der Öffentlichkeit mitgeteilt werden muss.

    Es ist wie mit allem: Shit In – Shit Out. Wer seine Mitmenschen mit belanglosem Müll belästigt, der muss (zurecht!) die Konsequenzen tragen.

  7. Karolin Tabet
    Kurt-Walter Langer Says:

    TWITTER: Für die einen ist es ein spaßiges Forum für die anderen ist es “die ernsteste Sache der Welt”. Ich halte es für sehr bedenklich, wenn aus dem “Twittern” derart konkrete Rückschlüsse auf Qualifikationen, Intellekt und berufliche Belange gezogen werden!


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