Manchmal wünschte ich mir, ich könnte manche Wörter einfach wie alte Joghurtbecher oder Weinflaschen entsorgen. Einfach in die Tonne damit und weg. Ganz oben auf meiner Wortmüllliste steht das Wort „zeitnah“. Denn was, bitteschön, heißt „zeitnah“? Was meint der Kunde, wenn er sagt, dass er „zeitnah“ Feedback gibt? Und was soll umgekehrt ein Kunde mit der Aussage des Beraters anfangen, dass er das Konzept „zeitnah“ erhält?
Sofort? Umgehend? Morgen? Übermorgen? Nächste Woche? Bald? Schaumermal?
Sie sehen: Die Verwendung des Wortes „zeitnah“ ist suboptimal … noch so ein Wort, das auf den Müll gehört!
Und was steht so alles auf Ihrer Wortmüllliste?







2. Oktober 2009 at 15:01
Ganz meine Meinung; aber das sieht nicht jeder so. Lese eben einen nicht mehr ganz taufrischen Acquisa-Artikel über zielgruppengerechte Ansprache in Mailings. (7/2009) Und siehe da: “Zeitnah” ist hier ein Schlüsselwort für die artgerechte Ansprache der Business-Frau von heute, weil es ebensowenig aus dem Managerwortschatz wegzudenken sei wie u.a. “am Ende des Tages” (sic!)
Das Wort habe übrigens seine Existenzberechtigung, weil es dafür kein echtes Synonym gebe. Quatsch! “Bald” oder “schnell” tun es auch.
Au weia
30. September 2009 at 12:43
Mir fiele dazu noch das grauenhafte “asap” (kurz für: as soon as possible) ein. Was dies genau in Minuten, Stunden oder Tagen ausgedrückt bedeutet soll, darüber habe ich als Berufsanfängerin oft nachgegrübelt. Aber da kommt es wohl ganz auf den Absender an.