Vergangene Woche hatte BITKOM, der Interessensverband der ITK-Branche, eingeladen zur Gründung eines Arbeitskreises “Social Media”. Die Zahl der Anmeldungen überstieg nicht nur die Kapazität der Tagungsstätte, sondern vor allem die Erwartungen der Einladenden. Alle Großen, die in der Branche Rang und Namen haben und viele Kleine, die noch einen Namen erringen wollen, fanden sich in Köln zur konstituierenden Sitzung ein. Offensichtlich wollte man nichts verpassen. Am gleichen Tag gab der Bundesverband Digitale Wirtschaft die Gründung einer Fachgruppe „Social Media“ bekannt.
Spätestens seitdem bei uns berichtet wurde, dass sich die Opposition im Iran twitternd verständigt, ist klar, dass „Social Media“ keine Sache von jugendlichen Nerds sind, sondern durchaus gesellschaftlich Relevanz haben. Neu ist nun allerdings, dass B2B-Unternehmen sich für Twitter & Co interessieren. Ob das passt? Das „social“ in den „Social Media“ ist nicht das “sozial” wie in Sozialhilfe oder Sozialamt, sondern bedeutet im ursprünglichen Sinn gesellschaftlich oder gesellig.
„Social Media“ steht damit nicht etwa – wie Wikipedia meint – im Gegensatz zu Massenmedium (im Gegenteil), sondern im Gegensatz zu privat bzw. kommerziell. Das ist nicht allen B2B-Unternehmen klar, die jetzt aufspringen wollen. Es reicht nicht, eine Ikone wie Sascha Lobo unter Vertrag zu nehmen und dann kräftig Werbung zu machen. Vodafone musste das schmerzlich erfahren, als es mit dem Versuch gescheitert ist, Werbe-Blogs als Werbeblocks einzusetzen.







Fr, Okt 2, 2009
Communication