Wie war es denn nun? Das erste Mal mit CEP?
Richtig klasse! Denn alle Beteiligten waren danach sehr zufrieden. Sowohl der Kunde, als auch unsere Berater, die das Projekt durchgeführt haben. Und wenn man an dem Thema mal Geschmack gefunden hat, dann bekommt man schnell Lust auf mehr und will weitere Erfahrungen sammeln.
Aber was ist CEP denn eigentlich? CEP steht für Complex Event Processing, ein Thema, das um die Jahrtausendwende primär im Forschungsbereich etabliert war. In den vergangenen Jahren haben sich die dahinter liegenden Konzepte auch in den privatwirtschaftlichen Bereich verbreitet. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die notwendigen technologischen Voraussetzungen zwischenzeitlich in vielen Unternehmen vorhanden sind. Dazu zählt beispielsweise eine IT-Infrastruktur, welche die Systeme über einen (zentralen) Enterprise Service Bus miteinander verbindet, und zumeist im Zusammenhang mit der Einführung einer Service Orientierten Architektur (SOA) in den Unternehmen etabliert wurde.
In der Weblog-Reihe “A Short History of Complex Event Processing”, geschrieben von David Luckham, findet sich übrigens eine kompakte Einführung in diese spannende Thematik.
Vorbei sind die Zeiten, in denen technische Konzepte nur aufgrund ihrer Attraktivität und ihres technischen Innovationscharakters durchgeführt wurden. CEP ist jedoch nicht nur ein technisches Konzept. Der wesentliche ökonomische Mehrwert für Unternehmen materialisiert sich unter dem Begriff des “Prognostic Business”. Dabei geht um die durch den Einsatz von CEP entstehende Möglichkeit,Vorhersagen auf zukünftige Entwicklungen machen zu können. Durch die Auswertung der aktuell laufenden Ereignisse und Aktionen in einem Netz aus Systemen lässt sich mittels CEP-Technologie in “Echtzeit” eine Analyse auf die zukünftigen Entwicklungen ableiten. So könnte beispielsweise im Energiebereich durch die Echtzeitauswertung von “Smart Metering” Daten (Smart Metering = Intelligente Stromzähler) auf ungewöhnliche Anstiege des Stromverbrauchs zeitnah mit adäquaten Aktionen reagiert werden. Diese rasche Auswertung von Daten, die relevant sind fürs Business, bietet eine große Vielfalt an möglichen Einsatzgebieten in den unterschiedlichsten Industrie- und Geschäftsbereichen.
Doch zurück zum eigentlichen CEP-Projekt. Die Herausforderung bestand darin, den Handelsbereichen eines Finanzdienstleisters genauere Informationen hinsichtlich der zeitlichen Verfügbarkeit von Handelsdaten bereitzustellen. Das Ziel: Die Verarbeitungszeiten in den Systemen überwachen und auf Basis aktueller Daten die voraussichtliche Verfügbarkeit der Daten prognostizieren. Die Lösung: Auf Basis von Open Source-Produkten wie ServiceMix, JBoss und Esper konnte innerhalb kürzester Zeit eine flexible CEP-Lösung aufgebaut werden, die eine Prognose der Datenverfügbarkeit ermöglichte – auf Grundlage der nachrichtenbasierten Informationsflüsse und den laufend ermittelten Verarbeitungsgeschwindigkeiten der beteiligten Systeme. Die etablierte Lösung ist dabei durch ihre einfache Konfigurierbarkeit flexibel für weitere Anwendungsfälle beim Kunden verwendbar.
Im Laufe der vergangenen Monate wurden hier weitere Einsatzmöglichkeiten entdeckt und umgesetzt, und ein Ende ist derzeit noch nicht abzusehen. Es bleibt zu bemerken, dass CEP sich noch in einer frühen Phase befindet und viel Raum für Kreativität und zum Entdecken neuer Anwendungsmöglichkeiten lässt. Über das reine Business Activity Monitoring hinaus bieten sich noch viele weitere Ideen, die es Unternehmen ermöglichen, sich zukünftig durch diesen Ansatz von Wettbewerbern abzuheben.
Bis zum nächsten Mal…







2 Responses to “Mein erstes Mal – Erfahrungen mit #CEP”
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