Ernsthaft: Das Internet wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Das Nobel Institut bestätigte, dass eine gültige Nominierung für das Internet vorliege. „Für die Nominierung eingesetzt hat sich die italienische Version des Wired Magazine – mit der Begründung, das Web fördere “Dialog, Debatten und Konsens”.“
Das @ ist in die Design Abteilung des Museums of Modern Art aufgenommen worden. Damit wurde es zu einem Teil der Gegenwartskunst erklärt. “Wir waren einfach der Ansicht, dass es sich um großartiges Design handelt und deshalb unbedingt Teil unserer Sammlung sein sollte”, sagt die Kuratorin Paola Antonelli. “Das @ hat alle Qualitäten hervorragender Gestaltung: Eleganz, Sparsamkeit, intellektuelle Transparenz und eine in die Zukunft weisende Dimension.”
Was haben beide Sachverhalte gemeinsam? Sie dokumentieren, dass die elektronische Welt zum selbstverständlichen Bestandteil unserer Alltagkultur geworden ist. Oder auch andersherum: Dass unsere Alltagskultur zum selbstverständlichen Bestandteil der elektronischen Welt geworden ist.
So weit so gut. Gleichwohl ist der Übergang von der einen in die andere Welt nicht ganz banal. Mal angenommen, das Internet bekäme den Friedensnobelpreis. Wer soll ihn dann entgegen nehmen? Und wo wird er dann hingestellt? Oder umgekehrt: Wie kommt das @ denn eigentlich ins Museum? Schickt man sich eine E-Mail oder eine Twitter Direct Message? Und die wird dann ausgedruckt?
Aber sehen wir über diese kleinlich-technischen Einwände großzügig hinweg (….).







One Response to “Internet @ Alltagskultur”
Trackbacks/Pingbacks
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Dina Lewicki erwähnt. Dina Lewicki sagte: RT @Cirquent: Update Cirquent Blog Internet @ Alltagskultur: Ernsthaft: Das Internet wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschla… http://bit.ly/9Jtp1R [...]