Beruflich bin ich Beraterin für SAP Logistik. Nebenbei habe ich in meiner Freizeit mit Triathlon begonnen. Schließlich sucht frau nicht nur beruflich immer wieder neue Aufgaben, sondern braucht auch private Herausforderungen. Der Triathlon-Boom hält an, und so hat es auch mich erwischt.
Herausforderungen habe ich da genug, zumal das Schwimmen die erste Disziplin ist. Sich kraulenderweise über Wasser zu halten zwischen den vielen Sportlern ist gar nicht so einfach. Danach geht es gleich in die Wechselzone, wo es nicht ganz einfach ist, den Neopren auszuziehen. Das artet in ziemlichen Stress aus: Radschuhe an, Helm nicht vergessen und dann natürlich das Rad. Los geht’s. Danach muss ich am Ende daran denken, dass ich das Tempo beim Radfahren rechtzeitig herausnehme, denn ansonsten kann ich nicht mehr laufen (fühlt sich an wie Steinklötze an den Beinen). Zurück in der Wechselzone: Helm weg, Rad abstellen und Laufschuhe anziehen. Laufen, Ziel erreichen: Hurraaaa!
Die Frage ist: Welche private Motivation muss ich für so etwas aufbringen, und was lässt sich davon ins Business übernehmen?
Wir kennen alle den lieben inneren Schweinehund… Dem kurz “Hallo” sagen ist okay, aber letztendlich muss er immer wieder überwunden werden, um Träume, Visionen, Ziele wahr werden zu lassen. Dies schaffe ich wohl nur mit einer gehörigen Portion Selbstmotivation, dem Spaß am Training mit Freunden, dem absoluten Naturerlebnis, den Fortschritten in allen drei Sportarten, den Erfolgserlebnissen mit dem Erreichen der vielen kleinen Ziele, die letztendlich zum großen Ziel führen. Mit jeder Herausforderung (auch mit Rückschlägen) wachse ich und weiß Erfolge zu schätzen. Das Motto ist ständig dran bleiben, Konzentration auf das JETZT, und nicht auf die Vergangenheit oder Zukunft schauen.
Um Arbeit, Sport und Freunde unter einem Hut zu bringen, brauche ich Pünktlichkeit, Disziplin und ein gutes Zeitmanagement. Der Sport ist oft wie eine Art Meditation für mich und macht den Kopf frei für neue Ideen. So manch eine Lösung habe ich auf der Laufstrecke gefunden. Im Wettkampf bin ich nie sicher vor ungeplanten Einflüssen. Darauf sollte ich mich zumindest mental darauf vorbereiten, denn sogenannte Panikattacken und negative Gedanken machen sich rasch breit. Daher muss Gelassenheit gut trainiert werden, um auf ungeplante Einflüsse richtig zu reagieren. Diese Eigenschaft wird bei manch einem Kunden schon mal stark gefordert und ist daher nicht nur bei Wettkämpfen von Vorteil.
Ich hoffe, euch ein wenig mit meiner Motivation angesteckt zu haben…







23. April 2010 at 12:44
super Beitrag!
Noch eine Anmerkung zu diesem Thema:
Wie du schreibst trainiert man viele Eigenschaften beim Sport, welche einem im Beruf ebenfalls nützlich sind wie: Ausdauer, Disziplin, Pünktlichkeit, positives Denken und Eigenmotivation.
Im Sport erreicht man Eigenmotivation vorallem durch eine herausfordernde Zielsetzung, welche in erreichbaren Teilzielen unterteilt ist. Bei dir ist es die Triathlon-Teilnahme, welche du durch vorbereitende Marathons und andere Wettkämpfe erreichst.
Im Beruf ist eine herausfordernde Zielsetzung ebenfalls unabdingbar. Die absolute Identifikation mit dem beruflichen Ziel ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Faktoren, um die hohe Motivation im Sport auch im Beruf zu erreichen.
Generell kann man sagen: Je klarer die Zielsetzung, umso motivierter und folgedessen erfolgreicher ist die Umsetzung!